ERGÄNZENDES - ALTARRAUM


Kommunionbank


Pfarrer Kraus schreibt zu den Bildern

auf der ehemaligen Kommunionbank:

 "Auf der inneren Seite, also der im Chor, haben die Pfeilerchen keine Füllungen mit Schriftstellen. Die fünf größeren Felder aber zwischen den Pfeilerchen sind Ölgemälde (auf eine Blechtafel gemalt. Red.), welche als Vorbilder au das allerheiligste Sakrament hindeuten."


Das letzte auf der anderen Seite stellt Josua und Kaleb dar, wie sie aus dem gelobten Land Früchte an einer Stange tragend mitbringen. (Numeri 13, 35 f)


Zur linken Seite dieses Gemäldes bezeichnet das nächste das Innere des Heiligtums des Tempels zu Jerusalem mit der Bundeslade und den Schaubroten. Der Hohepriester im priesterlichen Ornat und ein Rauchfass in den Händen tritt ein zur Räucherung

(Exodus 24-29 und 3. Könige 6-8).


Das mittlere stellt Jesum als guten Hirten dar, sitzend unter zwölf Lämmern, sie speisend und tränkend mit seinem heiligen Fleisch und Blut. Elf Lämmer sind weiß, sinnbildend die würdig genießenden, eins ist schwarz, sinnbildend den Judas Iskariot und mit ihm die unwürdig kommunizierenden. (Johannes 10, 11 und Lukas 22, 19-21


Das Bild zur rechten Seite zeigt den Propheten Elias unter dem Wacholderbaum, wie ihm der Engel Brot und Wasser gebracht zum Genuss und Stärkung auf der Reise zum Berg Horeb (3.Könige 19,8).


Das diesem zunächst befindliche stellt die Witwe von Sareptha und ihren Sohn dar mit dem Mehltopf und Ölkrug, worin das Mehl und Öl bei täglicher Benutzung während der Zeit der Dürre nicht abnahm

(3.Könige 17, 6).


Kunsthistorisches


aus: Das Erbe der Väter

Mit der Malerfamilie Zick durch zwei Jahrhunderte

Mitelrheinmuseum 2018 – Seite 153 - 156

 

Gustav Zick

(* 12.05.1809 in Koblenz / + 30.03.1886 in Koblenz)

 Zwischen 1860 und 1864 hat Gustav Zick an der Ausgestaltung der Wallfahrtskirche St. Nikolaus zu Arenberg/Koblenz (vgl. Kat. 83) mitgearbeitet. diesmal, sogar nachweislich gesichert, gemeinsam mit seinem Sohn Alexander, der zu Beginn der Arbeiten 15 Jahre alt war.

Vater und Sohn Zick waren an dem großen Wandbild im Kirchenschiff beteiligt, dem heute noch erhaltenen Wandbild im südlichen Querschiff "Sturm auf dem Meere."

Darüber hinaus malte Gustav Zick für die Arenberger Kirche fünf kleine, querformatige Tafeln (siehe Nachbarspalte), die zwischen den gemauerten Pfeilern der Kommunionbank eingefügt waren. Die Themen hatte vermutlich Pfarrer Kraus selber vorgegeben, der für das gesamte ikonografische Programm der Kirche und der Gartenanlagen verantwortlich war: Alle Szenen zeigen Ereignisse, die im weitesten Sinne mit der Heiligen Kommunion in Verbindung standen und so das letzte Abendmahl Christi durch Ereignisse aus dem Alten und Neuen Testament antizipierten.

Es sind die einzigen religiösen Bilder, die von Gustav Zick bekannt sind, sie wirken etwas schwerfällig in Komposition und Ausführung - es war eben eine Thematik, die ihm sichtlich nicht so lag wie seinem Großvater Januarius. 

Hochaltar


1882 Tabernakelschlüssel


1864 Bilder in der Kommunionbank


Personengruppe

Die Golgothagruppe zeigt alle Personen, die in der kanonischen Bibel genannt werden zuzüglich des apokryphen Longinus.

Markus Kap. 15 

26 Und eine Aufschrift (auf einer Tafel) gab seine Schuld an: Der König der Juden. 

27 Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.   ----- 

39 Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.  40 Auch einige Frauen sahen von weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome;

 Mathäus Kap. 27

 37 Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht, die seine Schuld angab: Das ist Jesus, der König der Juden. 38 Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt, der eine rechts von ihm, der andere links.   ------- 

44 Ebenso beschimpften ihn die beiden Räuber, die man zusammen mit ihm gekreuzigt hatte.  ...... 

54 Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten: Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!  55 Auch viele Frauen waren dort und sahen von weitem zu; sie waren Jesus seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. 56 Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus. 

 Lukas Kap. 23

 38 Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. 39 Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!

40 Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. 41 Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42 Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. 43 Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.  .....

 47 Als der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Das war wirklich ein gerechter Mensch.

 Johannes Kap. 19 

19 Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. 20 Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst.   ..... 

25 Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala26 Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27 Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.