BESONDERHEITEN


Planung


Diese Gründungslegende zeigt das tiefe Gottvertrauen des Pfarrers.

In der Realität planten die beiden Koblenzer Architekten (Baumeister) Peter und Josef Mündnich den Bau, wie aus deren erhaltenen Rechnungen hervorgeht.

Pflanzen


Ein besonderes Augenmerk richtete Pfarrer Kraus auf die Einbringung von dauerhaft farbigen „Pflanzen“ in den Kirchenraum. Auf alten Fotografien ist diese üppige Ausstattung mit aus Metall gearbeiteten Pflanzen besonders im und um den Chorraum herum deutlich zu erkennen.

Ein Beispiel solcher Blumen beschreibt er sehr anschaulich:

„… zu jeder Seite aber erheben sich wie aus den Steinen hervorgewachsen drei weiß blühende Lilien, aus Zink naturgetreu gefertigt Herrn Matthias Schwarz, Klempner in Coblenz, der überhaupt die künstlichen Pflanzen in die Kirche gemacht hat, und dem bei der internationalen Gartenbau-Ausstellung im September v. J. zu Köln zwei Bronzene Medaille wegen seinen Leistungen in diesem Fache zuerkannt wurden, und zwar eine bezüglich der Phönix-Palme des Hochaltars.“

Muscheln


          Ein besonders auffälliges Element der Innenausstattung sind die zahlreichen Muscheln und Schneckenhäuser, so dass auch seit einem Schreiben des Pfarrers Heinrich Künster an seine vorgesetzte Behörde der Name „Muschelkirche“ Verwendung findet. Diese Muscheln erhielt der Pfarrer von Besuchern aus Amsterdam, Ostende und anderen Küstenstädten als Geschenke aus unterschiedlichen Gegenden der Erde wie den Molukken, der Ost- und Nordsee. Ein lungenkranker Priester, der an der Ostesse eine Kur machte, versprach nach seiner Gesundung dem Pfarrer Kraus eine Kiste Muscheln zu schenken, was er dann auch tat.

Von diesem Spender berichtet er :

„Das Meer warf aus in Menge Muscheln und Schneckenhäuschen: ein Priester sollte die schönsten sammeln für die Kirche; eine von Gott ihm als Collectanten derselben zugeschickte Krankheit führte ihn dahin und die Wellen, welche jene Meeresgaben brachten, stärkten die geschwächte Gesundheit des Sammlers; gesund überbrachte er unzählige dieser Geschenke Gottes für dessen Haus.“


Der Brief des Kaufmanns Guilleberg aus Amsterdam legt ein beredtes Zeugnis der Unterstützung ab.

Kathrin Steigerwald, Niederberg, hat dankenswerterweise den Text übertragen.